Pfefferküchlermeister Peter KotzschKommt man nach Pulsnitz, riecht man den unvergleichlich leckeren Pfefferkuchenduft über und in der Kleinstadt. Aber wie wird er eigentlich hergestellt, der Echte Pulsnitzer Pfefferkuchen?

    Nach alter Tradition wird ein Lagerteig aus Zuckersirup, Kunsthonig, Bienenhonig, Weizen- und Roggenmehl hergestellt. Zusammen mit der erwärmten Teigflüssigkeit geben wir Mehl in die Teigmaschine, vermischen und kneten beides, bis der Teig eine zähflüssige Konsistenz hat. Danach kommt er in Holzfässer in denen er je nach herzustellender Pfefferkuchensorte zwischen drei Wochen, sechs Monaten und länger lagert. Wurde früher einem Pfefferküchlermeister ein Sohn geboren, stellte der Meister einen Grundteig her, der erst zur Hochzeit des Sohnes  verschnitten wurde.

     Nach der Lagerzeit hat sich der Teig relativ verfestigt. Deshalb wird er zur Weiterverarbeitung in speziellen Teigmaschinen “gebrochen” und mit weiteren Zutaten, wie Gewuerzen (Zimt, Anis, Ingwer, Kardamom, Koriander, Macisblüte, Nelke, natürlichen Aromen, Mandeln, Haselnüssen, Wallnüssen) und Backtriebmittel Hirschhornsalz vermischt und wieder geschmeidig geknetet.

    Dieser Backteig kann nun auf der Arbeitstafel auf eine bestimmte Stärke ausgerollt werden, um daraus  verschiedene Formen, wie Herzen, Sterne, Runde, Figuren, Zungen, Rechtecke u.sw., auszustechen.  Sind die geformten Pfefferkuchen auf Backbleche gelegt, werden sie bei 260 - 290oC ca. 4 -10  Minuten gebacken.

    Ist der Pfefferkuchen ausgekühlt, kann er weiter veredelt werden: durch füllen mit Konfitüre oder  Nugat, Überzug mit weißem oder braunen Zucker, kakaohaltiger Fettglasur oder Schokolade, belegen  mit Mandeln, Hasel- oder Wallnüssen. Desweiteren verzieren wir die Pfefferkuchen auch mit weißer  und bunter Zuckerspritzglasur.

    Jetzt wird der Pfefferkuchen verpackt und kommt direkt per Post zu Ihnen, zum Verkauf in unser  Ladengeschäft oder zu den Verkaufsständen auf Sonder- und Wochenmärkten.

    Lagerung von Pfefferkuchen
    Echte Pulsnitzer Pfefferkuchen sollten bei einer Temperatur von 10 - 15oC und einer Luftfeuchtigkeit von ca. 70% gelagert werden. Angebrochene Verpackungen sollten wieder verschlossen werden, um den Feuchtigkeitsverlust so gering wie möglich zu halten.

    Ist Pfefferkuchen einmal festgeworden, gibt es ein altes Hausmittel, um dies rückgaengig zu machen: legen Sie den Pfefferkuchen für drei Tage zusammen mit ein oder zwei Äpfeln in ein verschliesbares Gefäss. In dieser Zeit nimmt der Pfefferkuchen  Feuchtigkeit von den Äpfeln auf und ist somit wieder weich.

    Sollten Sie einmal Schokoladenpfefferkuchen bekommen, deren Schokolade hellbraune Verfärbungen aufweisen, ist dies auf die Lagerung Ihres Paketes (durch Paketdienst) an einer wärmeren Stelle zurückzuführen. Der Pfefferkuchen hat dadurch nur optisch an Wert verloren, ist aber qualitativ ein vollwertiges Produkt mit besten Geschmacks- und Geruchseigenschaften.